Die Frequenz einer Uhr

Die Halbschwingungen der Unruh pro Stunde: wie oft die Uhr schlägt und was man gewinnt, wenn sie schneller schlägt.

Automatikwerk mit sichtbarem Rotor und Steinen

Das Herz einer mechanischen Uhr ist die Unruh, ein Rad mit einer sehr feinen Spirale, das in festem Takt hin und her schwingt. Jede Hin- oder Rückbewegung ist eine Halbschwingung, und die Frequenz wird in Halbschwingungen pro Stunde (A/h) angegeben. Auf Englisch heißt das bph; außerdem gibt man sie in Hertz an: Ein Hertz sind zwei Halbschwingungen pro Sekunde.

Die üblichen Werte

Was man gewinnt und was man verliert

Eine schneller schwingende Unruh wird weniger von Stößen und von der Lage des Handgelenks beeinflusst und ist daher meist stabiler. Dafür verbraucht sie mehr Energie und nutzt die Öle schneller ab. Deshalb ging die Swatch Group beim Powermatic 80 den umgekehrten Weg: von 28.800 auf 21.600 A/h, um die Gangreserve auf 80 Stunden zu strecken.

Der Katalog nach Frequenz

FrequenzUhrenBeispiele
21.600 A/h17Invicta Pro Diver, Citizen Automatic NJ0190, Citizen Promaster Fugu, Citizen Tsuyosa…
28.800 A/h3Citizen Promaster Fujitsubo, Citizen Series 8 870 Mechanical, Citizen Series 8 880 GMT

Häufige Fragen

Ist eine Uhr mit höherer Frequenz genauer?

Nicht unbedingt. Eine hohe Frequenz hilft der Uhr, bei Stößen und Lagewechseln stabil zu bleiben, aber die Genauigkeit hängt von der Regulierung und der Qualität der Spirale ab.

Warum springt der Sekundenzeiger einer Automatikuhr nicht wie bei einer Quarzuhr?

Weil er sich mit jeder Halbschwingung der Unruh bewegt: sechs oder acht Schritte pro Sekunde, so dicht hintereinander, dass es wie ein gleichmäßiges Gleiten wirkt. Eine Quarzuhr macht einen einzigen Sprung pro Sekunde.

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