Glossar

Die Begriffe aus den Datenblättern, in ein oder zwei Sätzen erklärt. Jeder verlinkt auf seinen Ratgeber, wenn es einen gibt.

Automatik
Eine mechanische Uhr, die sich durch die Bewegung des Handgelenks selbst aufzieht: Ein halbkreisförmiger Rotor dreht sich und spannt die Zugfeder. Wird sie nicht getragen, bleibt sie stehen, sobald die Gangreserve aufgebraucht ist.
Kaliber
Das Uhrwerk, das die Uhr antreibt. Jeder Hersteller nummeriert seine eigenen (4R36, Powermatic 80, F6922), und diese Nummer sagt mehr über die Uhr als der Name auf dem Zifferblatt. Mehr dazu
Gangreserve
Wie viele Stunden die Uhr weiterläuft, nachdem Sie sie abgelegt haben. Mit 40 Stunden hält sie eine Nacht und einen Tag durch, mit 80 ein ganzes Wochenende. Mehr dazu
Frequenz (A/h)
Die Halbschwingungen der Unruh pro Stunde. Bei 21.600 A/h macht der Sekundenzeiger 6 Schritte pro Sekunde, bei 28.800 sind es 8. Eine höhere Frequenz ist meist stabiler, garantiert aber keine höhere Genauigkeit. Mehr dazu
Steine
Synthetische Rubine an den Lagerstellen des Uhrwerks, die die Reibung verringern. Ein normales Automatikwerk hat 21 bis 26; mehr Steine bedeuten keine bessere Uhr.
Glas
Die durchsichtige Abdeckung über dem Zifferblatt. Saphirglas verkratzt kaum; Seikos Hardlex und Mineralglas verkratzen früher, splittern aber weniger und sind günstiger zu ersetzen. Mehr dazu
Wasserdichtheit
Der Wasserdruck, den das Gehäuse in einer Laborprüfung aushält. 30 m verträgt Regen, 100 m Schwimmen, 200 m nach ISO 6425 Tauchen. Mehr dazu
Sekundenstopp
Wird die Krone gezogen, bleibt der Sekundenzeiger stehen und die Uhr lässt sich sekundengenau stellen. Den einfachsten Kalibern fehlt er. Mehr dazu
Handaufzug
Die Möglichkeit, die Uhr über die Krone aufzuziehen, um sie zu starten, ohne sie zu schütteln. Mehr dazu
Horn zu Horn
Der Abstand von der Spitze der oberen bis zur Spitze der unteren Bandanstöße. Dieses Maß entscheidet mehr als der Durchmesser, ob eine Uhr an Ihr Handgelenk passt. Mehr dazu
Durchmesser
Die Breite des Gehäuses ohne Krone. Er gibt einen Eindruck der Größe, aber zwei Uhren mit gleichem Durchmesser können je nach Horn-zu-Horn-Maß und Höhe sehr unterschiedlich wirken.
Drehlünette
Der Ring um das Glas. Bei Taucheruhren dreht er sich nur in eine Richtung, um die Tauchzeit zu markieren; bei GMT-Uhren in beide, um eine zweite Zeitzone abzulesen.
GMT
Ein zusätzlicher Zeiger, der sich einmal in 24 Stunden dreht und zusammen mit der Lünette die Uhrzeit einer zweiten Zeitzone zeigt.
ISO 6425
Die internationale Norm für Taucheruhren: Sie verlangt geprüfte Wasserdichtheit, eine einseitig drehbare Lünette, Ablesbarkeit im Dunkeln sowie Stoß- und Magnetfeldfestigkeit.
Glasboden
Ein durchsichtiger Gehäuseboden, durch den man das Uhrwerk und den drehenden Rotor sieht.